Canonical Tag – Ansatz gegen Duplicate Content

Eigentlich gibt es ja kein Duplicate Content Problem. So war zumindest bislang die offizielle Haltung von Google zu diesem Thema. Nun haben Google, Yahoo und MSN gemeinsam die Einführung und Unterstützung eines neuen Metatags genau zur Beseitigung dieses, eigentlich nicht vorhandenen, Problems beschlossen.
Johannes Beus hat in seinem Beitrag ein wenig zu Sinn und Unsinn dieses neuen Tags geschrieben. 
So ganz will ich ihm in seiner Einschätzung der Sinnlosigkeit des Tags nicht folgen, aber bis auf wenige Situationen dürfte das Tag wohl eher überflüssig sein. 
Abzuwarten bleiben vor allem gesicherte Erkenntnisse in Bezug auf Linkjuice. Wohl eher ein Fall für geduldige Beobachtung als für panische Programieratacken! 
Golem.de weist zudem zurecht darauf hin, dass eine der Hauptvaianten von Duplicate Content mit diesem Tag auch nicht in de Griff zu bekommen ist, da es nicht über Domaingrenzen hinweg eingesetzt werden kann.

Das Interview mit Matt Cutts zu diesem Thema findet sich hier.

Googles Evangelist – Adam Lasnik spricht zu uns

Schon seit längerem sucht Google ja die Kommunikation mit der Welt der Contentlieferanten. Ohne hier die Motivation zu dieser “neuen Offenheit” beleuchten zu wollen, ist es dennoch signifikant und zeigt wohl deutlich die Probleme auf, mit denen Google zu kämpfen hat. Man braucht guten, qualifizierten  und möglichst einzigartigen Inhalt um gute Suchergebnisse und zufriedene Suchende zu erhalten.  Die aus diesem Bedarf resultierende Weltsicht ist schwarz-weiß. Die guten und die bösen  Webmaster – diejenigen, die sich brav an die Guidelines halten und die anderen die Übles im Schilde führen, um sich mit gemeinen Tricks in die Ergebnisse zu mogeln.
Verkündet wird die Botschaft von biblischer Tragweite neuerdings von Adam Lasnik – der mich mit seiner freundlich-verbindlichen Art schon fast davon überzeugt hätte, dass er nur unser Bestes möchte.
Aber schon die Bezeichung des neuen PR-Agenten für Webmaster, SEO’s und sonstige Anhänger, macht stutzig und – nomen est omen – die Terminologie lässt wiederum einen Blick auf die Eigenwahrnehmung des Konzerns zu.

Der Evangelist, der Verkünder der Glaubenslehre. Welche Position nimmt dann wohl Google ein, in diesem Szenario?
Die Rolle, die uns, den Seitenbetreibern und Suchenden, zugedacht wird scheit zumindestens klar:
Wir sind die Gläubigen, wir glauben was wir in den Suchergebnissen sehen und wir glauben auch an das Heilige Googlament (Webmaster Guidelines)! Und das sollten wir auch, denn die Hölle (Verbannung aus dem Index) droht dunkel.
Deshalb sollen wir (die guten) die Bösen ja auch melden, damit angemessene Maßnahmen getroffen werden können. Eine weitere biblische Parallele drängt sich auf –  das gab es in der Geschichte einer anderen großen Religion ja auch schon einmal.

Ob wir alle dort hin wollen, sollte reiflich überlegt sein. Nachdenklichkeit ist in jedem Fall angebracht…

Video-Interview mit dem neuen Evangelisten von Google

Wortgewandt, bestimmt und freundlich – Adam Lasnik im Interview beantwortet Fragen die aus den Google Webmasterforen erarbeitet wurden.

Gefunden im B2B Onlinemarketing Blog